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Wenngleich auch Einzelheiten weitestgehend unbekannt sind, so steht fest, dass Dankern auf eine mehr als 5oojährige Geschichte zurückblickt. Eine Geschichte, in der drei Familien eine wichtige Rolle spielen.
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Im Einzelnen lässt sich die wechselvolle Geschichte dieser Burg nicht rekonstruieren. Zu ihren ältesten, namentlich bekannten Besitzern gehörten die Familie der von Beesten. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts wurde diese Familie als "Herren zu Dankern" im münsterschen Landtagsmartrikel geführt. Dankern geriet in den folgenden Jahren als Erbgut in die Hände verschiedener Familien. 1664 verkaufte sein Besitzer Heinrich von Mandelsloh ein "beträchtliches Stück Land" an den damaligen Rentmeister des Emslandes in Meppen, Oberst Johann Heinrich Martels. |
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Diesen Reichtum dokumentierte Johann Heinrich Martels gemeinsam mit seiner Gemahlin Maria Elisabeth Osthoff durch den Bau der heutigen Schloßanlage, mit deren Errichtung 1680 begonnen wurde. Baumeister war Gottfried Laurenz Pictorius, der als Lehrer Schlauns, des Erbauers von Clemenswerth und Schloß Brühl, gilt. 1689 vollendet Pictorius sein Werk durch die Aufstellung eines freistehenden Tores. Nicht allein wegen der feinen Filigranarbeit der beiden schmiedeeisernen Torflügel bedeutet der auf zwei Barockpfeilern ruhende Bogen die Krönung der gesamten Anlage, zu der auch eine großzügige Parkanlage mit wertvollen Sandsteinfiguren gehört. |
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Auch um die Kultivierung der angrenzenden Moore machte sich Johann Heinrich verdient. Die so gewonnene Kulturfläche hatte solche Ausmaße, dass über 40 Neusiedler angesiedelt werden konnten. Macht, Einfluss und Reichtum der Familie wurden durch solche Aktionen immer umfangreicher. Beispiel für den Reichtum der Familie ist die Übernahme einer Steuerlast der Stadt Meppen von 7000 Talern im Jahre 1666 gegen Zins und Sicherheit seitens der Landesstände. Diese verwickelte die Martels in einen fast 200 Jahre andauernden Rechtsstreit. Das von Johann Heinrich Martels in den Jahren 1654 - 1696 verwaltete Amt des Rentmeisters und sein gesamter Besitz gingen über an seinen Sohn Gerhard Heinrich, der mit Anna Maria von Merkelsbach vermählt war. Nach dessen Tod gingen Amt und Ländereien 1729 über an seinen Sohn Johann Heinrich, der in erster Ehe mit Maria Anna von Thurn und nach deren Tod mit Cornelia Sybille von Cox verheiratet war. Er starb am 25. Dezember 1770, nachdem er und seine Familie in den erblichen Adelsstand erhoben worden waren. |
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Beerbt wurde er von seinem Sohn Johann Franz, der vermählt war mit Theodora von Dwingelo zu Lotten. Schon unter seinem Vater war ein starker Rückgang der Vermögensverhältnisse zu verzeichnen. So mußte 1753 ein Wohnhaus in Meppen und 1754 das Gut Wesuwe verkauft werden. |
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Von den Kriegsereignissen des zweiten Welt-krieges blieb Dankern verschont. |
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Um die wirtschaftliche Grundlage für die Erhaltung des Schlosses Dankern zu schaffen, wurder 1970 das Ferienzentrum Schloss Dankern von Manfred Freiherr von Landsberg-Velen gegründet. Die Idee: Familien mit Kindern einen erschwinglichen Urlaub bieten zu können. Mit dem Motto "Ferien mit dem Kind vom Kind" war das Ferienzentrum von Anfang an erfolgreich. Es entstand eine Ferienanlage, die in Deutschland einzigartig ist. Eingebettet in die wunderschöne emsländische Landschaft werden hier nun über 700 Ferienhäuser mit vielen Spiel- und Sportmöglichkeiten für Urlaubsgäste angeboten. Schloß Dankern bildet den Mittelpunkt und konnte grundlegend saniert werden. Über 150 Jahre befindet sich Dankern nun im Besitz der Freiherren von Landsberg-Velen. In dieser Zeit hat sich sein Gesicht oft gewandelt, hat sich dem Zeitgeist angepasst. Bis heute aber hat Dankern bewiesen, dass es auf seine Weise jung geblieben ist. |
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